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Bernhard Offline

It's Sinatra's World


Beiträge: 14.610

03.07.2010 00:23
"Der Papst, Sinatra und ich" Zitat · Antworten

Ein schönes Zitat aus einem Portrait des uruguayischen WM-Helden von 1950, als man Brasilien vor 200.000 Zuschauern im Maracana-Stadion in Rio besiegte:

Uruguays WM-Held von 1950: "Der Papst, Frank Sinatra und ich"

Seit 60 Jahren wartet Uruguay auf den ganz großen Triumph bei einer WM. Der zweimalige Weltmeister scheint nach Jahrzehnten in der internationalen Zweitklassigkeit wieder in der Weltspitze anzukommen. Alcides Ghiggia, mittlerweile 84-jähriger WM-Held von 1950, erinnert sich vor dem Viertelfinale gegen Ghana an den letzten Titel und einen triumphalen Sieg über den Erzrivalen Brasilien.

Vor dem Spiel Freitag - Anstoß in Johannesburg um 20.30 Uhr - schwelgen die Südamerikaner in Erinnerungen. Während für die meisten von uns die Spiele früherer Weltmeisterschaften nur als schwarz-weiß-Bilder in WM-Historien-Büchern kennen, bleibt der Titelgewinn 1950 für Uruguay der größte Triumph in der WM-Geschichte. Und der soll möglichst 2010 wiederholt werden.

Bis heute ist der 16. Juli 1950 noch immer der wohl größte Tag uruguayischer Fußball-Geschichte. Das Nachbarland Brasilien war der übermächtige Nachbar, die 200.000 Zuschauer im Maracana-Stadion gingen von einem klaren Sieg ihres Landes aus. Oder zumindest von einem Unentschieden, den das hätte Brasilien auch gereicht.

Alcides Ghiggia weiß noch genau, wie es damals im Stadion in Brasilien war: "Es war totenstill", sagt er, "es war totenstill." Und dann ergänzt der 84-Jährige "nur drei Menschen haben das Maracana zum Schweigen gebracht: Der Papst, Frank Sinatra und ich."

Doch dann kam Ghiggias großer Moment, an der er sich noch gut erinnert: "Ich war damals sehr schnell. Torhüter Barbosa ließ mir eine kleine Lücke. Also habe ich den Ball rechts neben dem Pfosten platziert, und als Barbosa abtauchte, zappelte er im Netz." Und dann wurde es ganz still im weiten Rund des Maracana: "Es war beeindruckend, wie sich die Traurigkeit über das ganze Stadion legte. Sogar ich war selbst ein bisschen traurig", so Ghiggia. Doch nicht nur das Stadion trauerte, eine ganze Nation war am Boden zerstört, ein verzweifelter Fan erschoss sich in Rio de Janeiro noch auf der Tribüne. Die Selecao spielte danach nie wieder in weißen Trikots.

Wie präsent die Erinnerung an das Spiel von 1950 in den Köpfen der Menschen in Uruguay ist, beweist auch ein Ereignis vor vier Jahren. Zu seinem 80. Geburtstag wurde Alcides Ghiggia auf einer Sonderbriefmarke verewigt. "Ghiggia nos hizo llorar", steht darauf: "Er bewegte uns zu Tränen." Das hat Alcides Ghiggia selbst Tränen in die Augen getrieben.

Die erste große Stunde des uruguayischen Fußballs dagegen ist fast verblasst. Nicht halb soviel ist der WM-Titel von 1930 für das Volk am Rio de la Plata wert. Damals, als nur 13 Mannschaften angetreten waren. Dorado, Cea, Iriarte, Castro - ein 4:2 gegen Argentinien im Finale von Montevideo. Dich richtig zählt im Land des zweimaligen Weltmeisters nur der Titel von 1950.

Zumindest die Jubelfeiern nach dem ersten Titel sollen allerdings länger gedauert haben als 1950. Angeblich soll 1930 vier Tage lang gefeiert worden sein. 20 Jahre später ging's ganz schnell. "Wir haben Geld gesammelt, uns Sandwiches und Bier gekauft", weiß Ghiggia von 1950 noch zu berichten, "und gingen auf unsere Zimmer." Brasilien hat sich übrigens mit dem greisen Mann versöhnt. 2009 kehrte Alcides Ghiggia zurück ins Maracana, er durfte seinen Fußabdruck in Zement verewigen. Neben Pelé. Neben Franz Beckenbauer.


(Quelle: http://www.sportschau.de/sp/fifawm2010/n...uay_ghiggia.jsp )


Der kennt sich offenbar aus, der alte Herr...

Im übrigen hat Ghiggia noch etwas mit Sinatra gemein: Auch Frank bekam in Uruguay eine Briefmarke.

Bernhard.

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"Alte Wege, die wir wandern, werden neue Wege sein,
unser Denkmal ist den andern dann ein Kilometerstein"


FRANCIS ALBERT SINATRA
12.12.1915 - 14.5.1998
THERE WILL NEVER BE ANOTHER YOU


http://www.deutsche-sinatra-society.de

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